Low-Tide vs. High-Tide - Wann ist das Surfen besser

Low-Tide vs. High-Tide – Wann ist das Surfen besser?

Surfen ist nicht nur eine aufregende Sportart, sondern auch eine Kunstform, die eng mit den Gezeiten verbunden ist. Die Gezeiten, also der Wechsel zwischen Ebbe und Flut, beeinflussen die Bedingungen beim Surfen erheblich. Es ist wichtig, die Unterschiede zwischen dem Surfen bei Ebbe (Low Tide) und Flut (High Tide) zu verstehen, um die besten Bedingungen für einen einfachen Einstieg in die Welt des Surfens zu nutzen. In diesem Ratgeber erfährst du alles über die Unterschiede Low-Tide vs. High-Tide und die jeweiligen Vorteile des Surfens bei verschiedenen Gezeiten.

Surfen bei Ebbe (Low Tide)

Bei Ebbe ist das Meerwasser auf dem Rückzug, sodass der Wasserstand niedriger ist. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wellen und die Surfbedingungen. Bei Ebbe kann man meist länger im Wasser stehen, dafür ist aber auch der Abstand zum Untergrund bzw. zu Riffen viel geringer. Folgenden Einfluss hat Low Tide auf die Wellen und das Surfen.

1. Wellenformation: Die Wellen brechen bei Ebbe in der Regel schneller und härter. Da das Wasser flacher ist, brechen die Wellen dichter an der Küste und können steiler sein. Das kann eine Herausforderung für Anfänger darstellen, da die schnelleren Wellen mehr Geschick erfordern.

2. Riffs und Sandbänke: Ebbe bringt oft Riffs und Sandbänke zum Vorschein, die bei Flut unter Wasser sind. Dies kann das Surfen an einigen Orten gefährlicher machen, da die Gefahr von Kollisionen mit dem Meeresboden besteht. Gleichzeitig schaffen diese Strukturen jedoch interessante Wellenformationen, die von erfahrenen Surfern geschätzt werden.

3. Vorteile:

  • Erfahrene Surfer schätzen die herausfordernden Bedingungen bei Ebbe, um ihre Fähigkeiten zu verbessern.
  • Die Wellen können schneller und röhrenförmiger sein, was für einige Surfer aufregend ist.
  • Weniger Menschen im Wasser, da die Bedingungen anspruchsvoller sind, was zu mehr Privatsphäre führt.
  • Man kann länger im seichten Wasser stehen, was gerade Anfängern ein gutes Sicherheitsgefühl gibt.
Low Tide Surf

Surfen bei Flut (High Tide)

Während der Flut steigt der Wasserstand, und das Meerwasser bedeckt Bereiche, die bei Ebbe trocken waren. Hier sind die Auswirkungen, welche High Tide auf das Surfen hat.

1. Wellenformation: Die Wellen brechen bei Flut normalerweise weiter draußen und können länger und gleichmäßiger sein. Dies schafft oft bessere Bedingungen für Anfänger, da die Wellen weniger steil sind.

2. Zugänglichkeit: Flut kann es einfacher machen, ins Wasser zu gelangen, da die Riffs und Sandbänke unter der Wasseroberfläche liegen. Dies ist besonders für Anfänger und Surfschulen vorteilhaft, da das Verletzungsrisiko deutlich sinkt.

3. Vorteile:

  • Sanftere Wellen sind ideal für Anfänger, um das Surfen zu erlernen und sich zu verbessern.
  • Die Bedingungen können insgesamt sicherer sein, da weniger Gefahr besteht, auf den Meeresboden zu treffen.
  • Das Surfen bei Flut kann weniger anspruchsvoll sein, was zu einer entspannteren Surf-Session führt.
High Tide Surf

Low-Tide vs. High-Tide

Ebbe und Flut bieten unterschiedliche Herausforderungen und Vorteile für Surfer aller Könnensstufen. Erfahrene Surfer mögen die Herausforderung bei Ebbe, während Anfänger die sanfteren Bedingungen bei Flut bevorzugen könnten. Die Wahl zwischen den Gezeiten hängt von deinen Fähigkeiten, Vorlieben und der Art der Wellen ab, nach denen du suchst. Wer nicht an Riffen, sondern nur an Sandstränden surft, der kann bei Low Tide länger stehen, was vor allem absoluten Neueinsteigern einen Vorteil verschafft.

Gerade auf Bali ist es an den Beginner-Spots wie Kuta, Seminyak oder Canggu eher unwichtig ob gerade Flut oder Ebbe herrscht. Vor allem der lange und flache Sandstrand von Seminyak ist zu allen Gezeiten gut surfbar und für absolute Neueinsteiger geeignet.

Egal, für welche Gezeiten du dich entscheidest, denke immer daran, die Sicherheit und die Bedingungen vor Ort sorgfältig zu berücksichtigen, um ein sicheres und aufregendes Surferlebnis zu gewährleisten. Frage am besten auch am Strand einen Surflehrer oder Beach Boy, wo die gefährlichen Strömungen verlaufen und wie du aus diesen wieder herauskommst. Gerade auf Bali sind die Rip Curls extrem stark und wir konnten schon öfter beobachten wie Schimmer und Surfer hinausgezogen wurden.

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